Donnerstag, 8. Oktober 2015

Austausch von Experten und Betroffenen

1. Rheumakongress in Bad Wildbad
Beim 1. Rheumakongress, den die VPT Landesgruppe Baden-Württemberg in Kooperation mit den Sana Kliniken in Bad Wildbad veranstaltete, tauschten sich Ärzte, Therapeuten, Patienten, Angehörige und Interessierte über das Thema Rheuma aus. Am Patientennachmittag gab es spannende Vorträge, in denen Ärzte und Therapeuten zeigten, wie der Alltag mit Rheuma zu meistern ist und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.
 
VPT-Landesvorsitzender Raymond Binder zog eine positive Bilanz: Der Kongress war rundum gelungen! Die Geschäftsführerin der Sana Kliniken Margarete Janson stellte ihr Haus als überregionales Zentrum für die Diagnostik und Therapie rheumatischer Erkrankungen vor, in dem Ärzte und Therapeuten Hand in Hand arbeiteten. Zahlreiche Referenten präsentierten die Möglichkeiten der konservativen, medikamentösen und operativen Behandlung, darunter Dr. med. Hans-Dieter Zug (Foto), der über die schmerzmedizinische Versorgung bei rheumatischen Erkrankungen referierte.

Montag, 5. Oktober 2015

3. Süddeutsches Symposium des VPT - Online-Anmeldung ab sofort möglich

Ab sofort können Sie sich zum 3. Süddeutschen Symposium des VPT 2016 im Rahmen der Fachmesse TheraPro vom 29. bis 31. Januar 2016 hier online anmelden.

Das Programm zum Download

Referentenliste auf unserer Homepage

Wirkung therapeutischer Mobilisation bei M. Bechterew

von Bernhard Reichert

Rheumatoide Erkrankungen an Extremitätengelenken und Wirbelsäule stellen häufig eine relative oder absolute Kon­traindikation für manualtherapeutische Interventionen dar. Intensive Kapseldehnungen verbieten sich bei akut entzündlichen und destruierenden Formen. Beispielsweise hat die Rheumatische Arthritis bei längerer Krankheitsdauer eine ca. 90%ige Beteiligung der HWS mit Synovitiden, Destruktion von Knorpel und Erosion von Knochen (Braun et al., 2009). Etwa 11% – 58% davon haben neurologische Symptome (Coughlin et al., 2012). Ganz anders verhält es sich mit der ankylosierenden Spondylarthritis (M. Bechterew). Ihre Symptomatik ähnelt anderen Formen chronischer Rückenschmerzen und ist in der physiotherapeutischen Praxis primär heraus zu differenzieren. Die Wahrscheinlichkeit einer ankylosierenden Spondylarthritis bei chronischen Rückenschmerzen beträgt immerhin etwa 5% (Rudwaleit et al., 2005) und die Dauer vom Auftreten der ersten Symptome bis zur Diagnose sind bei Männern 8,4 und bei Frauen 9,8 Jahre (Rudwaleit et al., 2005). Dagfinrud et al. (2008) fassen in ihrer Literaturübersicht die physiotherapeutischen Ziele bei der ankylosierenden Spondylarthritis zusammen: Schmerzlinderung; Erhalt/Verbesserung; Haltung, Wirbelsäulen-Beweglichkeit und Muskelkraft; Thoraxmobilität und Vitalkapazität; Allgemeine Ausdauer.

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Termin jetzt schon ­vormerken! - 3. Süddeutsches Symposium des VPT

Am 30. Januar 2016 veranstaltet der VPT Baden-Württemberg in Kooperation mit dem VPT Bayern das 3. Süddeutsche Symposium des VPT im Rahmen der Fachmesse TheraPro auf dem Stuttgarter Messegelände. Gleichzeitig findet am 29. und 30. Januar der 10. physiokongress des Thieme Verlages statt. Die beiden Veranstaltungen sind modular in 13 Vortragsblöcke aufgebaut.
Teilnehmer können sich ihr Programm somit aus insgesamt 13 Modulen individuell zusammenstellen. Sie können Module frei wählen aus dem physiokongress (Freitag und Samstag) und aus dem VPT-Symposium (Samstag). Es können mindestens 3 und maximal 7 Module gebucht werden, weil Vortragsblöcke teilweise parallel laufen. Das ausführliche Programm von VPT-Symposium und physiokongress wird in der Oktober-Ausgabe des VPTMGAZINs veröffentlicht.

Montag, 28. September 2015

25,3 Milliarden Euro

Auf diese Summe addieren sich die Finanz-Reserven der gesetzlichen Krankenversicherung zum Ende des 1. Quartals 2015. Die Krankenkassen verfügen damit weiter über Finanz-Reserven in Höhe
von rund 15,5 Milliarden Euro.

Quelle: Bundesministerium für Gesundheit, Juni 2015

Donnerstag, 24. September 2015

Modellvorhaben um ein Jahr ­verlängert

„Wir möchten uns bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Modellversuchs der IKKBB sehr herzlich für ihre intensive, unermüdliche, aufopferungsvolle und für die Weiterentwicklung der Berufsgruppe der Physiotherapeuten so wichtige Arbeit bedanken.“ In einem Schreiben mit diesen Worten gaben die IKK Brandenburg und Berlin sowie die VPT-Landesgruppe Berlin-Brandenburg bekannt, dass sie ihr gemeinsames Modellvorhaben um ein weiteres Jahr verlängert haben.
 
Mit einer kleinen Gruppe von Praxen war das Projekt gestartet, das nun bis zum 30. Juni 2016 eine Variante der Blankoverordnung erprobt. Dabei stellt der Arzt eine Verordnung mit seiner Diagnose aus, jedoch entscheidet der Therapeut über Art, Dauer und Frequenz der Behandlung. Die Therapieentscheidung wird also vom Arzt auf den Physiotherapeuten verlagert, während die Diagnosestellung – anders als beim Direktzugang – beim Arzt verbleibt. „Die ersten Ergebnisse zeigen, dass sich unsere Physiotherapeuten die Befunderhebung zutrauen und mit dieser neuen Verantwortung sehr gut umgehen können“, berichten die Kooperationspartner.

Montag, 21. September 2015

Freiberufler oder Gewerbe?

Physiotherapeuten sind unstrittig mit den beruflichen Einnahmen aus dieser Tätigkeit als freiberufliche Selbstständige steuerlich zu behandeln. Was passiert jedoch, wenn neben den physiotherapeutischen Einnahmen auch andere Einnahmen erzielt werden? Hier wurden nun höchstrichterliche Bagatellgrenzen aufgestellt, erläutert Steuerberater Andreas M. Bartsch. 
 
Das Einkommensteuerrecht behandelt Freiberufler anders als Gewerbetreibende. Ein wesentlicher Unterschied liegt in der Erhebung der Gewerbesteuer der Gemeinden auf die Gewerbebetriebe. Das Begehren der finanzschwachen Gemeinden, diese Subventionen genauer zu betrachten, liegt nahe. Einer der häufigsten Fallstricke für Freiberufler ist die von der Finanzverwaltung aufgestellte sogenannte Abfärbetheorie. Sie besagt, dass gewerbliche Einnahmen auf die freiberuflichen Einnahmen mit der Folge abfärben, dass die gesamten Einnahmen, also die gewerblichen UND die freiberuflichen Einnahmen, als gewerbliche Einnahmen der Gewerbesteuer zu unterwerfen sind.
Das kann geschehen, wenn der Freiberufler nicht erkennt, dass er sowohl gewerbliche als auch freiberufliche Einnahmen erzielt, und wenn er beide Einnahmen zusammen in einer Gewinnermittlung erfasst und gegenüber dem Finanzamt in seiner Steuererklärung einheitlich als freiberufliche Einnahmen erklärt. Soweit das Finanzamt eine genauere Überprüfung der einzelnen Umsätze, zum Beispiel im Rahmen einer Betriebsprüfung, vornimmt, kann eine Abfärbung der gewerblichen Einkünfte auf die freiberuflichen vom Finanzamt erkannt werden. Zumindest für den zurückliegenden, in der Regel drei- bis vierjährigen Prüfungszeitraum, können nun alle Einkünfte aus der freiberuflichen Praxis der Gewerbesteuer unterzogen werden. Je nach Gemeinde liegen die Gewerbesteuer-Hebesätze unterschiedlich hoch.